Spielberichte - Details
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| Titel | 13./15. April 2011 Aufstieg der Herren |
| Datum | 16.04.2011 |
| Autor | Rafael Weiss |
| Link | kein dazugehöhriger Link |
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BSV Bischofszell wird Regionalmeister und steigt in die 2. Liga auf
Nach einer langen und aufreibenden Saison gewinnt die erste Herrenmannschaft das zweite Aufstiegsspiel gegen die Seen Tigers II mit 24:19 in Winterthur und steigt in die 2. Liga auf.
Nicht nur haben die Bischofszeller den Aufstieg in die 2. Liga vollbracht, die erste Herrenmannschaft wird mit diesem Sieg auch Regionalmeister und verweist den HSC Kreuzlingen II und die Seen Tigers II auf die Plätze.
Am Mittwoch, 13.04.2011 bestritten die Wakkerstädter ihr Heimspiel bei diesen Aufstiegsspielen gegen den HSC Kreuzlingen II. Die Mannschaft wusste über die Stärke der Kreuzlinger. Leider misslang den Gastgebern der Start völlig. Anstatt in eigener Halle und vor dem fantastischen Publikum das Zepter zu übernehmen, liessen sie die Gäste gewähren und ergaben sich ihrem Schicksal. So schwach und unkonzentriert wie in diesen ersten 30 Spielminuten zeigten sich die Bischofszeller noch nie in dieser Saison. Im Angriff funktionierte gar nichts und die Verteidigung war alles andere als eine Verteidigung. Die Spieler stellten sich eher so dar, als wollten sie dem Gegner den Weg zum eigenen Tor aufzeigen. Da die Bischofszeller auch die Möglichkeit nicht nutzten, vom Penalty-Punkt zu reüssieren, lagen sie zur Pause mit acht Toren im Rückstand. Die Niederlage schien besiegelt. Auch die Möglichkeit im zweiten Spiel den Aufstieg zu schaffen, schien in weite Ferne gerückt. Geschweige denn vom Regionaltitel zu träumen.
Jedem Spieler war bewusst, dass das Gezeigte von der Intensität her eher einem Schachspiel, denn einem Handballmatch glich. Es ging ein Ruck durch die Mannschaft. Man wollte die zahlreichen und lautstarken Zuschauer nicht noch mehr enttäuschen und mit einer guten 2. Halbzeit eine gute Ausgangslage für das Spiel in Winterthur legen. Die Tatsache, eine erfolgreiche Saison durch dieses eine Spiel zu vergeigen, brachte wieder viel Motivation und vor allem Kraft in die Mannschaft.
Was die Mannschaft in der zweiten Halbzeit an den Tag legte, verwunderte vor allem die Zuschauer und sicherlich auch den Gegner. Die Mannschaft wollte den Rückstand so klein wie möglich halten. Dass es bis kurz vor Schluss unentschieden stand und die Partie nur durch einen Penalty mit 23:22 an Kreuzlingen ging, war schon sehr aussergewöhnlich. Negativ war sicherlich, dass es zu lange gedauert hatte, bis die Bischofszeller begannen Handball zu spielen. Dass die Mannschaft zu keiner Zeit aufgegeben hat und immer an das Mögliche geglaubt hat, zeugt von grossem Charakter und einer harmonierenden Mannschaft. Getragen durch ein lautstarkes und geniales Publikum erwachte der Löwe und kämpfte bis zum Umfallen.
Trotz dieser unnötigen Niederlage stand die Ausgangslage für das zweite Spiel nicht schlecht. Bei einer 8-Tore-Niederlage wäre der Traum wohl geplatzt gewesen. Aber nach dieser knappen Niederlage war alles wieder offen. Dank einem eher überraschenden Sieg der Seen Tigers II gegen den HSC Kreuzlingen II mit 18:16 reichte den Bischofszellern ein Sieg mit zwei Toren gegen die Zürcher.
Auf diese Rechnerei wollten sich die Bischofszeller jedoch nicht einlassen. Auch weil nicht ganz klar war, ob nun die Tordifferenz entscheidend sei. So wollte man mit einem klaren Sieg in Winterthur den Regionalmeistertitel erlangen.
Konzentriert und sehr gut vorbereitet begann das Spiel in der Eulachhalle. Getrieben durch Lukas Raymann auf der Bank starteten die Bischofszeller in diese alles entscheidende Partie. Die vielen Bischofszeller Zuschauer verwandelten dieses Auswärtsspiel in ein gefühltes Heimspiel. Die Mannschaft spürte die Unterstützung und zeigte eine sehr gute Leistung. Trotz einer kleinen Tiefphase liessen die Bischofszeller nichts anbrennen. In dieser fairen und durch die Schiedsrichter gut geführten Partie gewannen die Bischofszeller zum Schluss klar mit 24:19.
Der Regionalmeistertitel und der Aufstieg waren geschafft!
Nach dieser langen und auch aufreibenden Saison brachen nun alle Dämme. Der Druck, der von der Mannschaft viel, war noch weit weg zu hören. Die Mannschaft selber legte sich den Druck auf, diese Finalspiele als Sieger zu beenden. Diesem Druck hat die Mannschaft standgehalten und ist, so kann man sagen, noch daran gewachsen. Ein krönender Abschluss für eine sehr gelungene Saison mit vielen Hochs und Tiefs.
Erwähnen möchte ich, aus meiner persönlichen Sicht, drei entscheidende Partien: Am 08. Januar spielten die Bischofszeller nach acht Siegen in Folge im Jahre 2010 gegen das Schlusslicht aus Arbon. Nach einer schlechten Leistung verloren die Bischofszeller zum ersten Mal. Und das gegen den Tabellenletzten. Diese Niederlage war entscheidend für den weiteren Verlauf. Diese Neiderlage zeigte auf, dass während 60 Spielminuten gekämpft und Handball gespielt werden muss, um zu gewinnen. Ob nun gegen ein Spitzenteam oder das Schlusslicht. Die Niederlage tat weh. Glücklicherweise jedoch ergatterte sich nicht ein direkter Konkurrent die Punkte.
Das zweite erwähnenswerte Spiel fand am 12. März in Appenzell statt. Das zweitletzte Gruppenspiel stand unter einem besonderen Stern. Der Druck auf die Bischofszeller war gross. Mit einem Sieg wäre der erste Platz sicher gewesen, bei einer Niederlage wäre es nochmals sehr eng geworden. Nur durch einen Sieg gegen Gossau, was dann leider nicht eintraf, hätte der erste Platz bei einer Niederlage in Appenzell verteidigt werden können. Der Druck war somit enorm. Auswärts in Appenzell, gegen eine sehr gute Mannschaft, gelang den Bischofszellern nach einer mässigen Partie eine hervorragende Schlussviertelstunde. Bischofszell gewann mit 25:24. Der Gruppensieg und die Teilnahme an den Aufstiegsspielen war Tatsache.
Die dritte entscheidende Partie spielten die Bischofszeller am vergangenen Mittwoch gegen Kreuzlingen. Dank einer kämpferischen Leistung mit viel Herz in den letzten 15 Minuten legte die Mannschaft das Fundament und die sehr gute Ausgangslage gegen die Seen Tigers. Bei allen Partien, bei denen die Bischofszeller einen grossen Druck verspürten, vermochten sie zu überzeugen. Das ist Charakter. Das ist eine Mannschaft.
Zum Abschluss habe ich die Ehre Danke zu sagen. Das grösste Dankeschön geht an die zahlreichen Zuschauer, auf die wir bei jedem Spiel, sei es zu Hause oder auch auswärts, zählen durften. Ihr seid grossartig und gehört definitiv zu den Besten. Ein nicht minder grosser Dank geht an die Sponsoren, die uns durch ihre grosszügige finanzielle Unterstützung erst den Spielbetrieb ermöglichten.
Und natürlich bedanke ich mich bei meinen Mannschaftskameraden. Jungs, ihr seid grossartig. Dank euch konnte ich nach 14-jähriger Handballkarriere und dreimaligem Aufstieg endlich auch mal einen „Plämpu“ erhalten. Danke! Ich bin stolz auf euch.
Es ist zu hoffen, dass es dem BSV Bischofszell gelingt, für die kommende Saison eine ebenso erfolgshungrige Mannschaft aufzustellen, gespickt mit motivierten und engagierten jungen Spielern. So dass es auch nächste Saison viel Positives von der ersten Herrenmannschaft zu berichten gibt.
Herzlichen Dank an alle, die zum Erfolg beigetragen haben!
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